Abschied aus Amsterdam

Eine Woche war ich nun in Amsterdam. Allein eine Bootsfahrt durch die Grachten ist es Wert hierher zu kommen. Besonders reizvoll ist es in der Nacht wenn die ganze Stadt und die unzähligen Brücken in romantischem Licht erscheinen.

Der Name der Stadt leitet sich von einem im 13. Jahrhundert errichteten Damm mit Schleuse im Fluss Amstel ab. Die Abdeichung von Flussmündungen wurde nötig, um die durch Sturmfluten gefährdete Küstenlinie zu verkürzen. Zu solchen Deichen gehörten Schleusen, um das Flusswasser hindurchzulassen und die Schifffahrt nicht zu behindern.

Der in die Amstel gelegte Damm verband die zuvor auf beiden Seiten entstandenen Siedlungskerne, die noch heute als Oude Zijde und Nieuwe Zijde (alte und neue Seite) bezeichnet werden. An der Stelle des Amstel-Damms entstand im Laufe des Mittelalters ein städtischer Platz, der noch heute den Namen Dam trägt und den Mittelpunkt der Stadt darstellt.

Danke an den Grafen von Holland Floris IV

Amsterdam wurde das erste Mal 1275 urkundlich erwähnt. 1323 wurde Amsterdam durch den Grafen von Holland Floris IV. erlaubt Bier zu importieren was dem Fischerdorf zum Aufstieg als handelstreibende Stadt verhilft. Heute ist in Amsterdam der Sitz der Brauerei Heineken N.V. Sie ist eine niederländische Brauerei, die am 15. Februar 1864 durch Gerard Adriaan Heineken entstand und ist Heute der drittgrösste Brauereikonzern der Welt.  Dank ihr und dem Grafen konnte ich viele gemütliche "Bierpausen" einlegen und einfach nur an der Sonne Sitzen und das Leben Geniessen. Aber nicht nur für den Durst wird hier gesorgt, durch die Internationalität der Stadt findet man auch in kulinarischer Hinsicht für jeden Gaumen das richtige. Inzwischen kenne ich auch viele niederländische Ausdrücke auf den einheimischen Speisekarten und finde mich ganz gut zurecht. Hier nur einige Beispiele:

Appeltart
Apfelkuchen mit Ingwer und Rosinen, super für zwischendurch oder als Dessert.
Bitterballen
Runde Fleischbällchen, gefüllt mit einer Wurstfüllung, die mit Senf gegessen werden, schmecken ausgezeichnet zum Bier.
Hutspot
Eintopf, der zu gleichen Teilen aus Kartoffeln, Zwiebeln und Mohrrüben besteht, etwas gewöhnungsdürftig schmeckt aber gut.
Kruidkoek
Kalorienreicher Frühstückskuchen mit Rosinen, gewürzt mit Vanille, Nelken und Muskat, etwas schwer und nicht gerade das Ideale für die Linie.
Nieuwe Haring
Frischer, roher, junger Hering, serviert mit Essiggurken und Zwiebeln (im Mai und Juni) Echt erfrischend auch zum Bier.
Panekoeken
Pfannkuchen in den verschiedensten Variationen, z.B. mit dickem Sirup oder mit Speck. Habe noch nie so luftige Pfannkuchen gegessen wie sie hier gemacht werden.
Poffertjes
Kleine, warme Pfannkuchen mit Rosinen und Puderzucker
Uitsmijter
Imbiss aus Brot, Käse oder Schinken und Spiegelei

Die Kulinarische Amsterdam Snacktour

Bei dieser abwechslungsreichen Tour fährt man mit einem erfahrenen Führer durch die prächtige mittelalterliche Innenstadt von Amsterdam und besuchen verschiedenen authentische Amsterdamer Ess- und Trinklokale mit ihren besonderen Spezialitäten.
Man probieren die typischen Amsterdamer ´Bitterballen´ und nimmt einen herzhaften Bissen der holländischen Augurke. Selbstverständlich darf der holländische Käse, wie Gauda, Maasdamer und Edamer,  oder ein leckerer Hering nicht fehlen, die mit einem ´Jonge Jenever´, der Leib- und Magenschnaps der Niederländer der gehört zu den Spirituosen mit Wacholder gehört, genossen wird.

Die Auswahl der Restaurants und Imbissbuden in Amsterdam ist so multikulturell wie die Bewohner. Typisch Holländisch sind Eintöpfe, wie Stamppot (mit Stampfkartoffeln, Kohl und Würstchen),  Waterzooi (mit Fisch, Gemüse und Weisswein) und Erwtensoep (dicke Erbsensuppe).  Als Snacks zwischendurch werden an jeder Ecke Sandwiches, Croques (überbackene Sandwitches) oder Uitsmijter (Brot mit Kochschinken, Käse und Spiegelei) angeboten. Die Croques kann man im Übrigen auch in vielen Automaten ziehen. Ausserdem gibt es viel Frittiertes wie Patat (Pommes Frittes mit unterschiedlichen Saucen), Frikandel (Frittiertes Würstchen) und Kwekkeboom Kroketten (Fleischkroketten). Zum Dessert essen die Niederländer häufig Poffertjes (kleine Pfannkuchen mit Rosinen und Puderzucker), mit Vanillesauce oder Stroopwafeln (mit Honig gefüllt).  Lokale Getränke sind das Bier der Marken Heineken und Amstel. .

 Das Amsterdamer Nachtleben

 

Man kann Amsterdams Nachtleben fast mit einem Zoo vergleichen, denn hier werden einem die exotischsten und sonderbarsten Aktivitäten angeboten. So kann man entweder von einer der belebten Bars in die andere ziehen und sich bis ins Morgengrauen in einem der bekannten Nachtclubs amüsieren, bei einem gemütlichen Spaziergang im Schein der mit zahlreichen Lämpchen beleuchteten Brücken die Grachten und alten Giebelhäuser geniessen oder die sündige Unterwelt der Stadt ohne Tabus entdecken.


Stadt vieler Zeiten, Stadt in der Zeit

Am meisten hat mich die Architektur der Amsterdamer Innenstadt fasziniert, Die Grachten mit ihren herrschaftlichen Kaufmannshäusern aus dem "Goldenen Zeitalter" des 17. Jahrhunderts und am Rand der City  hypermoderne Büropaläste. Die architektonischen Meisterwerke der Gegenwart knüpfen nahtlos an die historischen Lagerspeicher und Kaufmannshäuser der Hafenmetropole an.

Amsterdam wächst rasant. Auf angespültem Meeressand entsteht das neue Stadtviertel "Ijburg", hypermoderne Büropaläste ragen neben historischen Gebäuden in den Himmel

Erst vorbei an den mittelalterlichen Grachten, dann zu Fuss durch die neuen Wohnviertel am Hafen streifen: In Amsterdam liegen Traditionelles und futuristisch Anmutendes nur wenige Schritte voneinander entfernt.  2004 feierten die rund 735.000 Einwohner der niederländischen Hauptstadt als das "Jahr der Architektur und des Designs".

Die Häuser wurden früher mit Absicht so schmal wie möglich gebaut weil anhand der Grundfläche des Gebäudes damals ihre zu entrichtende Steuer berechnet wurde. Das hatte natürlich zur Folge, dass die Treppenhäuser so schmal und steil ausfielen dass man durch diese keine Möbel Zügeln konnte.  Darum hat jedes Haus im Giebel einen Kran mit dem man seinen Umzug durch die Fenster machte.

Miterlebt Umzug auf amsterdamisch....

   

Auch wenn ich bereits vor einem Jahr die Schweiz verlassen haben und auf Achse bin, werde ich doch immer wieder an die Heimat erinnert, wie heute Morgen als die Swizerland meinen Weg  kreuzte.

Oder die Strassenbahnen in blau-weiss wie in Zürich, sogar das Wappen ist fast gleich gestaltet. Die Tramwagen sind alle sehr sauber und komfortabel und man erreicht bequem jeden beliebigen Punkt der Stadt ohne Parkpatzsorgen.

Damit beschliesse ich meine Berichte aus Amsterdam und werde mich das nächste mal aus der Käsestadt Alkmaar wieder melden. Hoffe ich kann euch durch meine Schreiberei ein wenig an meiner Reise teilhaben lassen.