Blankenberge

Blankenberge ist nicht nur See, Strand und Promenade. Es gibt auch die ‘alte Innenstadt’ mit gemütlichen Strassen und Läden wo Vieles noch erinnert an die geschichtliche Vergangenheit.

Das alte Blankenberge entführt einen in die Belle Époque zurück und bietet Einblicke in die Zeit zwischen 1870 und 1914, eine Zeit, in der das europäische Bürgertum einen gewissen Wohlstand erlangte, der Tourismus immer wichtiger wurde und Blankenberge sich durch den Bau des Casinos, des Piers, zahlreicher Küstenvillen und grosser Hotels zu einem wichtigen Badeort entwickelte.

Noch sind einige der mit hübschen Fliesenwänden geschmückten Häuser zu sehen und spiegeln die Belle Époque Atmosphäre in Blankenberge wieder. Der alte Strandpavillon und einzelne erhalten gebliebene Villen lassen die damals vorherrschende sorgenfreie und festliche Atmosphäre gut erahnen.  

 

 

 

 

 

   

Wenig Hotels haben die gute alte Zeit überstanden und bieten ihren Gästen, mit heutigem Komfort, doch die Atmosphäre von vor 100 Jahren.  Die meisten mussten grossen Hotelsilos weichen die sich der Strandpromenade entlang wie eine hohe Mauer nahtlos aneinander reihen.  Die einen Gäste haben Blick auf das Meer die anderen müssen sich mit Blick auf die Hauptstrasse mit Tram und dem ganzen Durchgangsverkehr begnügen.

   

 

 

 

Ein "kleines" Hotel habe ich noch gefunden das sich der Zeit widersetzt hat und sich tapfer gegen die Hotelburgen und Silos zur wehr setzte. Doch auch für dieses letzte Übrigbleibsel aus der guten Belle Epoche ist die Zeit vorbei und der Abbruchhammer schwebt bereits über ihm. Wahrscheinlich werden nicht mehr viele dieses Bild festhalten können.

 

 

 

Auch das alte Rathaus in dem die Geschichte der Gemeinde damals geschrieben und geleitet wurde hat nur noch Museumswert und die Geschäfte werden heute in einem modernen Neubau abgewickelt.

    

Eine Brücke aufs Meer

Der Pier, eine Art Seebrücke, führt vom breiten Sandstrand von Blankenberge fast 350 m hinaus aufs Meer. Das Ende dieser Flanierbrücke bildet die Rotunde, ein runder Pavillon mit Restaurant und herrlicher Sonnenterrasse. Näher kann man dem Meer nicht sein. Von hier sieht man den drei Kilometer langen feinen Sandstrand mit liebevoll bemalten Badekarren aus der Jahrhundertwende.

   

 

 

Heute ist die Strandpromenade mit ihren Restaurants und Cafés das pulsierende Zentrum des Badeortes. Vom Glanz der Belle Epoque, als sich dort prachtvolle Villen aneinanderreihten, ist wenig übriggeblieben. Moderne, teils lieblose, teils moderne  Bauten prägen heute die Promenade und das Stadtbild.

 

 

 

 

Ein weiteres Relikt aus der Belle Epoque ist der schmiedeeiserne "Paravang", ein windgeschützter Wandelgang. Der Windschutz mit farbig glasierten Dachziegeln, Muschelmotiven und neogotische Türmchen ermöglichte den feinen Damen und Herren, frische Seeluft bei jedem Wetter geniessen zu können.

 

Die Hauptkirche von Blankenberge ist die Heilige-St.Antonius Kirche, die aus dem 14. Jahrhundert stammt, aber die während der religiösen Kriegen in den 16. und 17. Jahrhunderten zerstört wurde. Nichts ist von der mittelalterlichen Dekoration bewahrt worden. Die gegenwärtige Kirche besitzt noch barocke Bilder.