Honfleur

Honfleur ist eine Hafenstadt im Departement Calvados (mein Lieblingsschnaps), Basse-Normandie, Frankreich. Sie liegt an der Mündung der Seine in den Ärmelkanal.

   

Die Stadt, die schon im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird, war jahrhundertelang ein relativ unbedeutender Hafen im Vergleich mit Harfleur  auf dem anderen Ufer der Seinemündung. Mit der Zeit hat sich das Städtchen mit seinen pittoresken, schmalen und sechs Stockwerke hohen Häusern und der Lieutenance (dem Rest einer Befestigungsanlage) am Vieux Bassin (Altes Hafenbecken) aus dem 17. Jahrhundert zu einem der reizvollsten Orte der Normandie und vielbesuchten touristischen Anziehungspunkt entwickelt.

Im 19. Jahrhundert wurde Honfleur zum Zentrum künstlerischer Aktivitäten. Eugène Boudin, der Maler der Küstenlandschaften, wurde 1814 hier geboren. Das Musée Eugène Boudin ist ihm gewidmet und dokumentiert die malerische Atmosphäre der Stadt und der Seine-Mündung. Maler wie Courbet, Sisley, Jongkind, Claude Monet, Pissarro, Renoir und Cézanne kamen nach Honfleur und trafen sich oft in der Ferme St-Siméon, einem Bauernhof, der als eine der Geburtsstätten des Impressionismus gilt und heute ein stilvolles Hotel ist.

Auch der Komponist Erik Satie ist ein Kind der Stadt. Von seiner Musik kann man sich in Les Maisons Satie inspirieren lassen.

 

 

 

 

   

 

 

Auch heute noch stehen die Maler am Kai von Honfleur, und in den Greniers à Sel, zwei Lagerhäusern, die 1670 östlich des Vieux Bassin in l’Enclos, der im 13. Jahrhundert errichteten Verteidigungsanlage der Stadt zum Zweck der Salzlagerung erbaut wurden, werden Ausstellungen zeitgenössischer Künstler organisiert.

Auch der Komponist Erik Satie ist ein Kind der Stadt. Von seiner Musik kann man sich in Les Maisons Satie inspirieren lassen.

 

 

Église Sainte-Catherine

Im Herzen des alten Seemannsviertels von Honfleur befindet sich ein einmaliges Bauwerk : die Kirche Sainte-Catherine (15.-16.Jh.) grösste Holzkirche Frankreichs mit einem separaten Glockenturm (Museum für religiöse Kunst). Die Kirche Sainte Catherine wurde in der 2. Hälfte des 15. Jh.s gebaut, nachdem ihre Vorgängerin während des Hundertjährigen Krieges abgebrannt war. Weil keine anderen Baumaterialien zur Verfügung standen bzw. die Kenntnisse fehlten, eine Steinkirche zu bauen, wurden Eichenstämme aus dem Wald von Touques herangeschafft und ein Schiff gebaut, welches man umdrehte. Besonderheit: es gibt keine Spinnweben. Spinnen hassen Eichenholz!

   

   

   

Für mich, der alte historische Sehenswürdigkeiten, Gebäude, Festungsstädte, alte Mauerwerke und Steinhauerarbeiten über alles liebt beschlich mich ein ganz besonderes Gefühl als ich diese  über 10 Generationen bestehende Kirche betreten durfte. Überwältigt von der Architektur setzte ich mich in einen Kirchenbank und liess die besondere Atmosphäre dieses Bauwerkes auf mich einwirken. Beim betrachten der alten Eichen Dachkonstruktion und der Massiven Balken die das ganze tragen, der vielen Kunstwerke und der farbigen Fenster versank ich in Gedanken und stellte mir vor, wenn die ihre Erlebnisse erzählen könnten was sie in dieser langen Zeit alles über Liebe, Trauer, Krieg und Frieden gesehen haben, wäre das faszinierend und spannend. Ich stellte mir vor wie seinerzeit die Fischer mit ihrer Seemannskluft, die Frauen und Kinder mit ihren Sonntagsgewänder dem Gottesdienst beiwohnten und gespannt den Worten des Geistlichen hörten. Anschliessend auf dem Kirchplatz das neuste austauschten und danach in einer dem vielen umliegenden Gaststätten den Sonntagtrunk einnahmen. Doch beim verlassen der Kirche hat mich die heutige Realität schnell wieder eingeholt. Aber einmalig, eindrücklich und unvergesslich sind solche Besuche für mich immer.

Mehr Bilder der Kirche Sainte-Catherine im speziellen Fotoalbum

Ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst

Ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst ist die 1995 eingeweihte Pont de Normandie, die Honfleur und Le Havre (Dpt. Seine-Maritime) verbindet, eine der längsten Brücken Europas.

Die Pont de Normandie war bei ihrer Fertigstellung ein Sprung in eine neue Dimension, denn sie übertraf die Spannweite der bis dahin grössten Schrägseilbrücke der Welt gleich um über 40%. Ihr Konstrukteur Michel Virlogeux erhielt zahlreiche Auszeichnungen für die gelungene Architektur
Die Durchfahrtshöhe für Schiffe beträgt 56m und Entsprechend steil ist der Anstieg auf die Brücke.

Die an ihrer Spannweite gemessene grösste Schrägseilbrücke Europas mit einer Hauptspannweite von 856 m verbindet seit 1995 die Hafenstadt Le Havre mit dem kleineren Ort Honfleur. Für einige Jahre war die Pont de Normandie sogar die längste Schrägseilbrücke der Welt, bis sie 1999 von der Tatara Brücke in Japan auf den zweiten Platz verdrängt wurde. Die beeindruckende und architektonisch sehr elegant wirkende Brücke überspannt hier in Nordfrankreich das Mündungsdelta der Seine.

So gross meine Liebe zu alten Bauwerken ist, so faszinierend finde ich auch solche Bauwerke!

     

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