Asnelles

Asnelles liegt am Gold Beach, wie der Landungsabschnitt der Alliierten  den acht Kilometer langen Küstenabschnitt zwischen La Rivière und Longues-sur-Mer bezeichnet wurde.

Der Name von Asnelles erscheint zum ersten Mal in einer offiziellen Urkunde Ende des 12.  Jahrhundert, zum Zeitpunkt, wo die Arbeiten an der Kirche, die dem Heiligen-Martin gewidmet ist, begannen. Bis zum Ende des 17. Jahrhundert, bestand in dem Ort ein kleiner Hafen der bei einem schweren Sturm fast völlig zerstört wurde. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war Asnelles auch Sitz einer Hafenbehörde und einer Küstenmiliz die den Auftrag hatte das Meer zu überwachen und alle Bewegungen englischer Schiffe mitzuteilen. Mitte des 19. Jahrhunderts nimmt das Dorf grosse Änderungen vor. Unter dem Impuls des Bürgermeisters, Doktor Theodor Labbey, werden wichtige Arbeiten insbesondere die Trockenlegung der Sumpfgebiete, die Konstruktion eines Dammes und der Bau zahlreicher Villen unternommen, von denen einige heute noch zu bestaunen sind.

   

Asnelles wird „Asnelles-la-Belle-Plage“, aufgrund der zahlreichen Badegästen die diesen Ort mit seinen feinen Sandstränden  schätzten. Zu dieser Zeit entstanden auch sehr komfortable Hotels und selbst eine Strassenbahn wurde gebaut. Im Jahr 1926 wurde auch ein Sanatorium für Tuberkulose-Gefährdete Kinder, von denen eines der Familienmitglieder bei der französischen Eisenbahn arbeitete, gebaut und bis am Vorabend vom zweiten Weltkrieg wurden hier mehr als 1500 Jungen und Mädchen gepflegt. Das. Sanatorium ist heute Feriendomizil für Kinder und immer noch im Besitz der französischen Staatsbahnen. (Bilder unten)

    

Am 6. Juni 1944 laden in Asnelles die britischen Soldaten die das Dorf am Nachmittag zum Preis schwerer Verluste befreiten. Die Verluste gingen insbesondere auf eine 80 mm Kanone zurück, die gut geschützt in einem Bunker am Strand, den landenden Soldaten und Panzern  schwere Schäden zufügte.

   

   

Mehr Informationen zu den Ereignissen am 6. Juni in Asnelles unter: 
http://battletours.de/index.php?option=com_content&view=article&id=150&Itemid=147

In Asnelles liegt auch der Sprecher von General de Gaulle, Maurice Schuman, begraben der „als die Stimmen Frankreichs“ in die Geschichtsbücher einging.

   

Das Dorf hatte unter dem „D Day“ schwer zu leiden. Zahlreiche der Villen wurden stark beschädigt und teilweise ganz zerstört. Heute ist Asnelles mit seinen zahlreichen Zweitwohnungen, dem Camping und seinem geschichtsträchtigen Strand hauptsächlich ein Touristenort mit einem grosszügigen Freizeit Angebot. Ein Bummel durch den Ort ist wie eine faszinierende Bilderbuchreise und man vergisst ab der Fülle schöner Eindrücke was dieser Ort schreckliches mitgemacht hat.

      

   

Asnelles hat aber noch eine Besonderheit zu bieten die vor allem Liebhaber von Austern anzieht. Vor dem Ort liegt ein grosser Austernpark der zu besichtigen ist und die Austern selbstverständlich auch verköstigt werden dürfen.  


Blick von den Klippen bei Arromanches Richtung Asnelles mit den Resten der künstlichen Hafenanlage und in der Bildmitte im Hintergrund die Austernbänke von Asnelles.

Führung (je nach Gezeiten), nach Vereinbarung. Tour dauert 11/2 bis 2 Stunden. http://www.calvadosienne.fr/    

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