Arcachon

Arcachon liegt im Département Gironde in der Region Aquitanien. Das Bassin d'Arcachon ist der mit Abstand interessanteste Teil der Côte d'Argent - jener "Silberküste", die sich als fast unendlicher weisser Sandstrand von Pointe de Grave bis nach Arcachon erstreckt.  Die Stadt ist ein Eldorado der Europarekorde. Es hat sie grösste Austernzucht, die grösste Düne und der grösste zusammenhängende Meerespinien Wald Europas.

 

 

Geniessen sie den Rundblick von der Strandpromenade hier im Grossformat.

   

Obwohl einer Legende nach die Stadtgründung von Arcachon auf das Jahr 1520 zurückgeht, kam der grosse Aufschwung des Ortes mit der Ankunft der ersten Badegäste im vergangenen Jahrhundert. Arcachon gilt seither als das Erholungsgebiet vieler wohlhabender Leute aus dem nahen Bordeaux. Sie haben Ihre schmucken Villen im schönsten Teil von Arcachon, der Ville d'Hiver. Bekannte Architekten haben seit 1870 hier ihre extravaganten Ideen ausleben können.

   

Das Bassin d'Arcachon liegt am Rande des Golfs von Gascogne und nur die Halbinsel von Cap-Ferret trennt es vom Meer. 84 km Sandstrand und die grösste Austernzucht Europas sind das Markenzeichen der Stadt. Bei Ebbe kann man die Austernzuchten mitten im Bassin gut sehen.

   

Zum Bassin d'Arcachon gehört auch ein unvergleichliches Naturschauspiel, die Düne von Pyla. Auf Europas grösster Düne hat man eine herrliche Aussicht. Die Düne von Pyla hat imposante Ausmasse. Sie ist mit Ihrer Länge von 2,7 km und Breite von 500 m zweifellos die grösste Düne Europas. Nur ihre Höhe lässt sich nicht genau bestimmen, die schwankt zwischen 100 und 120 m. Wind und Sturm verwehen den feinen Sand und verändern ihr Bild täglich.

 

 

   

Die Düne, die 1978 als eine der ersten landschaftlich wertvollen Gegenden Frankreichs vom Umweltministerium als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde, zieht jedes Jahr etwa eine Millionen Besucher an. Die Grande Dune du Pyla ist ein ebenso ungewöhnliches wie unverhofftes geologisches Bauwerk, das sich im Laufe der Jahrhunderte vom Sand ernährt hat und auch heute noch vom Sand der Banc d'Arguin genährt wird, der vom Wind herüber geweht wird. Die Düne kann natürlich erklommen werden. Wenn der Sand noch nass vom Regen ist geht dies einigermassen gut. Im trockenen Sand, der bei jedem Schritt nachgibt ist die Besteigung aber eine echte Anstrengung.

   

So anstrengend die Besteigung der Düne auch ist, man wird dafür mit dem Rundblick vom Gipfel mehr als belohnt denn der ist einfach gigantisch. Auf der einen Seite der grüne Kiefernwald, auf der anderen Seite das tiefblaue Meer. Und mitten im Pinienwald findet man herrliche Stellplätze für das Wohnmobil.

    

Das maurische Casino um 1900

Arcachon war lange Zeit nur ein bedeutungsloses Fischerdorf. Die Entwicklung zum Luxusbadeort fand im 19. Jahrhundert statt. Bedeutenden Anteil daran hatten die aus Bordeaux stammenden Brüder Émile Péreire und Isaac Péreire, die als Grossinvestoren auftraten. Das 1853 errichtete Strandcasino, nach seinem Erbauer auch Château Deganne genannt, sowie das 1977 abgebrannte maurische Casino waren Wahrzeichen dieser Blütezeit. Das neue Casino zieht auch heute viele Touristen an und diesen das Geld aus der Tasche.  

Die Stadt wurde schon 1841 durch die Bahnstrecke Lamothe–Arcachon an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Stadt ist vor allem bekannt für die Austernzucht. Austern und andere Meeresfrüchte sind dann auch prominent auf den Speisekarten der örtlichen Gastronomie vertreten. Viele Restaurants und Bars sind direkt an der Strandpromenade angesiedelt. Allerdings im Winter und in der Vorsaison macht sie einen etwas trostlosen Eindruck durch die doch fast zu 70 Prozent Ferienwohnungen und Häuser die lediglich für zwei bis drei Monate im Jahr bewohnt werden.

   

Vom ehemaligen Fischerhafen ist nicht mehr viel übrig geblieben. Nur noch einzelne Boote fahren zum Fang hinaus und einmal wöchentlich findet am Hafen noch ein Fischmarkt statt. Ansonsten ist er überfüllt mit Jachten und Motorbooten die nur noch dem Vergnügen dienen.