Chantada

Chantada ist eine Gemeinde in der Provinz Lugo (Galicien). Die Region verfügt über eine reiches romanisches Erbe und ist für ihren Weinbau bekannt. die Stadt gibt ihren Namen auch der gesamten Region, die auch "Heart of Galicia" Herz von Galicien genannt wird und ist geographischer Mittelpunkt dieser Region.

   

   

   

   

   

Das älteste Gebäude der Stadt ist auch hier die Kirche aus dem 16. Jahrhundert.

   

   

Auf meiner Reise durch Galicien wollte ich in dieser Stadt eigentlich nur meine Nacht verbringen. Angetroffen habe ich einen wunderbaren Stellplatz für drei Mobile, der sauber ausgeebnet wurde. Es befindet sich beim neuen Fussballstadion und hat Ent- und Versorgungsmöglichkeiten. Man steht über einem schönen Park von dem aus ein herrlicher Fussweg dem Fluss entlang direkt ins Stadtzentrum führt.

   

   

Alleine schon der Weg war es Wert hier einige Zeit zu verbringen.

   

Ich weiss nicht ob es Zufall oder höhere Gewalt ist aber auch hier bin ich doch geradewegs wieder in eine Fiesta geraten. Nicht nur über das Wochenende sondern gleich eine ganze Woche war hier Trubel. Mit Seifenkisten Rennen, Konzerten, Budenbetrieb, ein Tages und ein Nachtfeuerwerk und ein faszinierender Umzug der dem ganzen Fest echt die Krone aufsetzte.

   

   

   

In absoluter Perfektion wurden die riesigen Wagen gestaltet und gebaut für den nächtlichen Umzug der um 24.00 Uhr starten sollte. Dargestellt wurde das Leben in der früheren Zeit.

   

   

   

   

Genau um Mitternacht sollte der Umzug starten, Es gab aber eine 40-minütige Verspätung die mit einer Musikkapelle verkürzt wurde.

   

Ich hatte ja keine Ahnung woher die Verzögerung kam bis ich beobachten konnte dass die überaus sehr schweren Wagen, mit all den Leuten drauf, nicht etwa von Traktoren sondern von zwei Ochsen gezogen wurden. Die hatten anscheinend keine Lust die Wagen die steile Strasse hinauf zu ziehen. der Umzug stockte aber bereits nach den ersten 30 Metern wieder, da der erste Wagen bereits unter dem Gewicht einen Achsbruch erlitt und ein Rad verlor.

   

Bis der beschädigte Wagen beiseite geschafft war wurde es inzwischen 01:15 Uhr und die nächsten Ochsen quälten sich bergauf. Ich war dann aber erleichtert zu sehen, dass die zwei ziehenden Ochsen durch viele "stossende" unterstützt wurden.  

   

   

   

Bis der ganze Umzug vorbei gezogen war wurde es kurz vor 03:00 Uhr. Am nächsten Tag wurde eine ganze Strasse mit Spielgeräten bestückt die von den Kleinen und Grossen mit enormem Spass auch rege genutzt wurden.

     

   

   

So wie es bei uns an den Festen an jeder Ecke einen Bratwurst Stand gibt, so findet man hier genau so viele Stände an denen frischer Tintenfisch angeboten wird. Also mir schmeckt er sehr und auch meine Katze ist begeistert davon. Wir sind halt beide, was das kulinarische betrifft sehr anpassungsfähig.

   

Einmal mehr wurde auch in Chantada aus einer geplanten Übernachtung gleich eine Woche und erst noch eine die mich vom ersten bis zum letzten Moment begeistert hat. Das ist eben das Privileg des Pensionierten, man kann kleine Momente zur Ewigkeit ausdehnen und kein Zeitplan schiebt einen vorwärts. Eine wunderschöne Woche an die ich gerne zurückdenken werde. Ich weiss, dass ich mit meinen Berichten die Erlebnisse, Stimmung, mein Glücksgefühl, und vor allem die feinen kulinarischen Gerüche nur begrenzt beschreiben kann. Hoffe aber doch ganz wenig davon zu euch herüberbringen zu können.