Sintra

Sintra liegt in der Region Grande Lisboa und ist ein immerwährender Anziehungspunkt. Die hier bestehende perfekte Symbiose von Natur und Bauwerken haben die UNESCO dazu veranlasst, Sintra 1995 in der Kategorie Kulturlandschaft als Weltkulturerbe anzuerkennen.  Ein Spaziergang durch das Städtchen ist wie eine Reise in die Vergangenheit, voller scheinbarer Unwichtigkeiten von extremer Schönheit. Man kann zu Fuss, mit einer der pittoresken Kutschen, oder der alten Strassenbahn auf Entdeckungsreise gehen. 

  

  

Sintra ist einfach ein Muss, wenn man in der Gegend von Lissabon ist! Die alte Maurenstadt, die 1147 von dem portugiesischen König Alfons I. erobert wurde, war seit dem Mittelalter die Sommerresidenz der portugiesischen Könige und des Adels. Auch heute ist Sintra sicherlich nicht zuletzt wegen seines mildfeuchten Klimas und seiner malerischen Lage zu Füssen des kleinen Küstengebirges Sierra de Sintra ein beliebter Touristenort. Die Hauptattraktion jedoch sind seine kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten.

Hoch über der Stadt erheben sich die imposanten, zum grossen Teil restaurierten Überreste der maurische Festung Castelo dos Mouros, deren Festungsmauern sich wie eine kleine chinesiche Mauer um die Felskämme winden. Die Burg der Mauren wurde im 8. oder 9. Jh. errichtet. Sie besteht nur aus einer zinnenbewehrten Ringmauer die von vier viereckigen Wehrtürmen bewacht wird. Über eine nicht endende Reihe von Treppen gelangt man auf den Königsturm. Der Aufstieg wird mit einem spektakulären Ausblick, hinab auf Sintra mit seinem Palast, die Atlantikküste und das hoch gelegene Castelo de la Pena. belohnt.

  

Der Stadtpalast, Palacio Nacional, mit seinen riesigen, konischen Kamin-Schornsteinen, die sich über der grossen Palastküche weithin sichtbar erheben, ist das Wahrzeichen Sintras. Er war vom 14. bis 20. Jh. ununterbrochen bewohnte königliche Sommerresidenz. Der Bau ist ein Konglomerat aus verschiedenen Baustilen. Arabische Einflüsse zeigen sich u.a. in den herrlichen holzgeschnitzten Decken, die sich tunnelförmig über die Räume wölben, sowie den kunstvollen Wandverkleidungen mit Keramikfliesen aus dem 15./16. Jh., den Azuljos. Sie wurden in Sevilla hergestellt und sind die älteste und umfangreichste Sammlung ihrer Art auf der Iberischen Halbinsel.

   


Der Palacio da Pena thront hoch über der Stadt und ist eine pseudomittelalterlich Burg mit einem 270 ha grossen Garten. Es ist das bedeutendste Bauwerk der portugisischen Romantik. Die fantastische, märchenhafte Burg entstand ab 1840 als königliche Sommerresidenz im Auftrag des deutschen Prinzgemahls von Königin Maria II., Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha, und wird auch das "portugiesische Neuschwanstein" genannt. In der Tat - ein sehr treffender Vergleich! Er wurde auf den Ruinen de Klosters Jerónimo de Nossa Senhora da Pena gebaut. Heute ist der Palast restauriert und in den Originalfarben gestrichen, die sich von dem sie umgebenden Grün absetzen.

   

   

     

Die Parks und Gärten von Sintra sind unvergleichlich und beeinflussten die Landschaftsgestaltung überall in Europa. Besonders hervorzuheben sind dabei der Park von Pena

   

und die Gärten von Monserrate.  Der Palacio da Monserrate bei Sintra wurde 1856 für den englischen Textilhändler und Kunstsammler Sir Francis Cook als Sommerresidenz erbaut.

   

     

  

   

   

Die Region begeistert nicht nur durch ihre romantische Seite, sondern weist auch eine sehr weit zurückreichende Besiedlung auf, die durch viele archäologische Relikte bis in die Urzeit zurückverfolgt werden kann.  Die Nähe zum Meer macht auch diese Region einzigartig. Sie verfügt über einige der schönsten Strände des Atlantiks, insbesondere die Strände Praia Grande und Praia das Maçãs. Vom Ort bis zum Strand fährt, auf einer wunderschönen Strecke, immer noch ein typisches Strassenbähnchen.

Etwas weiter südlich befindet sich das Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlands und von Camões verewigt als der Ort „wo das Land endet und das Meer beginnt…”.